Wüstendurchquerung im Treibsand
Situation:
Mose und sein Volk ziehen durch die Wüste. Sie stoßen auf ein
Gebiet mit Treibsand
Regeln:
- Der Treibsand ist nur mit „Schilfkörbchen“ (quadratische
Teppichstücke) überquerbar
- Die Körbchen müssen ständig belastet sein
- Tritt einer in den Treibsand, muss die ganze Gruppe wieder zum
Ausgangspunkt zurück
- Spielleiter gibt der Gruppe 8 min Zeit, um sich eine Taktik
auszudenken
- 1 Person muss dem Leiter die Taktik unterbreiten und eine Zeit
angeben, in der die Gruppe ihre Aufgabe zu bewältigen glaubt.
Reflexion:
Was war gut/ was nicht so gut?
- Gruppe war sich nicht immer einer Meinung
- Chaos – keine klare Kommunikation
- Sprunghaft, unruhig
- Zu wenig Zeit
- Unstrukturiert
- Trotz Handheben, kommen 2 Teilnehmer nicht zu Wort (fühlen sich
ausgegrenzt)
Fazit:
Frage des Spielleiters:
Wie kann man mehr Disziplin
und Struktur erreichen?
Lösung: z.B. einen Gesprächsführer bestimmen
Frage: War euch der Plan klar?
Antwort: Nein, da im Vorfeld keine Einigung erzielt wurde.
Erst durch Learing by Doing kam Klarheit auf.
Tobi hat absichtlich die Vorbereitungszeit der Gruppe um mehr
als die Hälfte verkürzt (eigentliche Vorgabe: 20min), um Stress
herbeizuführen.
Lösung:
1 Spielleiter bestimmen
Delegiert:
- Rückfragen
- Erklärer
- Zeitstopper
2. Versuch:
Das Spiel wird noch einmal gestartet: diesmal soll die Gruppe
ihre Verbesserungsvorschläge umsetzen
wieder 8 min Vorbereitung
Schwierigkeitssteigerung:
- Neue Situation: 1 Israelit ist blind
- Bonus: Zugabe von 3 min zusätzlicher Vorbereitungszeit
Feedback:
- Alle sagen, was sie nun darüber denken.
- "Ich fand gut, dass .... alle zu Wort kamen
- .... Rücksicht aufeinander genommen wurde
- .... alle so diszipliniert waren...
Elke Weis
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Im Buch "Sinn gesucht - Gott erfahren. Erlebnispädagogik im
christlichen Kontext" (S. 110 f) werden folgende Varianten
vorgeschlagen und Hinweise gegeben:
Verlauf:
Die Gruppe erhält so viele Sitzkissen,
wie sie Teilnehmende sind. Hält die Gruppe den Körperkontakt (mit
Teppichfliese / Sitzkissen) nicht ein, wird ihnen ein Kissen
weggenommen. Erreicht die Gruppe das Ziel in der vereinbarten Zeit,
hat sie die Aufgabe gelöst. Stellt die Gruppe fest, dass sie die
Aufgabe nicht schafft (1. zuwenig Kissen, 2. Zeit abgelaufen), wird
die Übung im Fall 1 durch die Gruppe mit klarem Signal abgebrochen
oder im Fall 2 durch den Anleitenden.
Auswertung: Gespräch
- Welche Lösungen habt ihr entwickelt, um gemeinsam ans Ziel zu
gelangen?
- Welche Lösungsvorschläge gab es?
Welche wurden aus welchem Grund verworfen?
Aus welchem Grund habt ihr euch genau für diesen Lösungsweg
entschieden?
- Habt ihr alle Lösungsvorschläge gleichwertig neutral
behandelt?
- Welche Funktion war eures Erachtens die wichtigste in der
Übung?
Gab es die überhaupt?
- Wie erging es euch, als ihr die Fliese verloren habt?
Gab es den Gedanken einer möglichen Schuldzuweisung?
Lernimpuls:
Jeder verfügt über Gaben und Talente.
Diese Gaben sind unterschiedlich, aber gleich wichtig und nur in
der Zusammenarbeit kann die Übung gelingen. Gott will, dass wir die
Gaben, die wir von ihm mitbekommen haben, entdecken und zum
gegenseitigen Nutzen in unserem Umfeld gewinnbringend einbringen.
Paulus spricht im 1. Korinther 12, 12 von einem Leib in Jesus
Christus, der viele Gaben und Talente braucht, um zu einem großen
Ganzen zusammenzuwachsen.
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