Der CVJM Aalen wird dieses Jahr 125 Jahre alt. Das feiern wir mit großer Dankbarkeit. Dankbar gegen über unserem guten Gott, …
Jesu Zusage haben wir erfahren und vertrauen im Glauben auch
zukünftig darauf:
„Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben zu geben, Leben im
Überfluss.“ (Johannes 10, 10)
Deshalb auch unser Motto für das Jubiläumsjahr: ECHT.
LEBEN.
Das Leben, das Jesus schenkt, ist …
Echt. Beständig. Fest in Krisenzeiten. Voller
Qualität. Handfest.
Original. Erprobt.
Bewährt. Über den Tod
hinaus. Einladend.
Unersetzlich.
Einzigartig. Behütet.
Im Überfluss. …
Wir wollen dieses Leben authentisch zeigen. Mit allen Höhen und
Tiefen. Wir brauchen keine virtuelle Realität, keine Online
Rollenspiele. Denn wir haben nur dieses eine Leben. Aber unser
Leben ist Jesus selbst. Das will unser Jubiläumsmotto zeigen.
Ulrich Mildenberger

Bilder: Heilig-Blut-Altar in St.Jakob in Rothenburg. Rechter Altarflügel: Jesus im Gebet am Ölberg
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Der Tag war lang. Und der Abend in einer ganz besonderen,
eigenartigen Stimmung: Traurigkeit, Angst, Abschied. Petrus,
Johannes, Jakobus, die drei engsten Vertrauten Jesu, begleiten ihn
weiter hinein in den Garten. Jesus zieht sich zurück zum Gebet. Von
seiner tiefen Verzweiflung, von seiner Angst, von seinem Ringen mit
Gott, seinem Vater, bekommen sie nichts mit. Sie sind
eingeschlafen. Traurigkeit und Not haben sie müde gemacht. Der
Schlaf hat sie übermannt.
Jetzt, da Jesus ihre Unterstützung nötig hätte, lassen sie ihn im Stich. Zweimal rüttelt Jesus sie wach: „Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt!“ Beim dritten Mal heißt es: Er ließ sie! Traurigkeit, Angst, Menschenfurcht, Zweifel können müde machen. Wir haben nicht die Kraft zum Durchhalten. Wir spüren: Ich bin auf Gottes Durchtragen angewiesen. Er hält meine Müdigkeit aus und hält mich. Wachen und beten, darauf kommt es an. Wie begrenzt unsere Kraft ist, zeigt diese Geschichte. |
Uli Mildenberger
An den Wendepunkten gute Worte
In der Vorbereitung auf neue Lebensabschnitte und Lebenslagen geben
wir einander oft gute Wünsche mit. Feiert jemand Geburtstag,
wünschen wir dem Vielbeschäftigten etwas mehr Ruhe,
Führerscheinneulingen sagen wir: „Fahr bitte vorsichtig“, bei
Schulabschlussfeiern wählen wir kluge Worte und Wünsche für die
Zukunft, zur Konfi rmation wünschen wir eine Beheimatung in der
Jugendarbeit. Gute Worte für das Leben als Christinnen und Christen
gibt uns Paulus. Er erinnert daran, dass wir auf sehr
unterschiedliche Weise Gott begegnet sind. Diese Begegnung hat
Konsequenzen. Wir können nicht christlich glauben, ohne christlich
zu leben. Dass dies so ist, ist in Gott begründet, seine Liebe
sucht uns, sein Wort berührt uns. Paulus nennt dies die
Barmherzigkeit Gottes.
Glaube und Verhalten gehören
zusammen
Wer Gottes Barmherzigkeit erfahren und
angenommen hat, dessen Glaube wird sichtbar. Gelebter Glaube wird
konkret. Paulus appelliert an Christinnen und Christen: „Die
brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem
andern mit Ehrerbietung zuvor.“ Als ob die Konkretisierung unseres
Glaubens in der Nächstenliebe nicht schon eine große Aufgabe wäre,
fordert Paulus noch dazu auf, die Feinde zu lieben. In der
Feindesliebe liegt das Besondere im Leben Jesu. Er bittet für die,
die ihn ans Kreuz schlagen. Jesus sagt in der Bergpredigt: „Liebet
eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen.“ In der
Feindesliebe stellt Jesus die Vergebung und Versöhnung in den
Mittelpunkt. Das alte Denken – Wie du mir, so ich dir. Was bekomme
ich dafür? Was bringt mir das? – wird von einem neuen Denken
abgelöst. Paulus bittet eindringlich, Böses mit Gutem zu
überwinden. ‚Böses‘ meint hier den Widerstand von Menschen, den
Christen zu spüren bekommen, weil sie glauben. Menschen, die andere
in ihrer Religiosität nicht stehen lassen, sondern sie fertig
machen, ausgrenzen und ausschließen. Bis heute leiden Christen in
vielen Teilen der Welt wegen ihres Glaubens.
Paulus weiß, wovon er redet, wurde er doch selbst vom
Christenverfolger zum Christus-Nachfolger. Sein Wendepunkt: Der
Christ Hananias spricht dem erblindeten Paulus die Vergebung und
Liebe Gottes zu, ‚im Namen Jesu‘ bekommt er sein Augenlicht wieder
geschenkt. Nun muss Paulus bezüglich seines Lebensentwurfes nicht
mehr im Dunkeln tappen. Ihm fällt es wie Schuppen von den Augen –
er wird Christ. Das Gute ist eben nicht die angemessene Vergeltung,
sondern die Liebe. Nur so wird der Teufelskreis unterbrochen. Das
ist nicht weltfremd und utopisch. Wir spüren nur zu gut in den
aktuellen Krisen und Kriegsschauplätzen, dass es nicht wirklich
einen anderen Weg gibt.
Gott hält unseren
Glauben
Die Jahreslosung bietet Christen alternative
Lebensmöglichkeiten. Christen leben gegen den Zeitgeist. Menschen
zu lieben, die uns das Leben schwer machen, damit wird das
Menschenunmögliche verlangt. Bei der Bitte des Paulus geht es nicht
darum, jedem Konfl ikt aus dem Weg zu gehen – ‚überwinden‘, das
bedeutet ausdauernde Auseinandersetzung. Einer muss anfangen mit
diesem Lebensstil. Jesus hat damit angefangen, und wir sind seine
Nachfolgerinnen und Nachfolger. Dabei darf nicht vergessen werden,
dass wir durch Gottes Barmherzigkeit glauben. Unser gelebter
Glauben wird allein von Gottes Barmherzigkeit gehalten. Wir sind
von Gott beschenkt und deshalb bittet Christus: „Lebe, was dir
möglich ist.“ Stellt euer ganzes Leben Gott zur Verfügung. Passt
euch nicht den Maßstäben der Welt an. Lasst euch im Innersten von
Gott umwandeln. Wir können damit anfangen, weil Gott eine neue
Wirklichkeit geschaffen hat, weil wir mit ihm verbunden sind wie
die Rebe mit dem Weinstock.
Gelebter Glaube
Die
Aufforderung des Paulus könnte im Alltag sichtbar
werden:
In Situationen, wo verbal über andere hergefallen wird, braucht es Menschen mit klarem Standpunkt und guten Worten.
Jürgen Kehrberger, Fachlicher Leiter des ejw
Gott spricht: Suchet
mich, So werdet ihr leben.
Amos 5, 4

Quelle: CVJM Informationen 2/2010
Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid.
Und …? Probleme beim Lesen? Das kenne ich seit
ein paar Monaten nur zu gut. Tief gebeugt über den Schreibtisch, um
die klitzekleinen Bezeichnungen der Wanderkarte entziffern zu
können – Manu dachte schon, ich sei am Schreibtisch
zusammengebrochen. Dabei ist es nur die im Alter abnehmende
Flexibilität der Augen, die sich nicht mehr so einfach auf den
Nahbereich einstellen können.
Brille bin ich als extrem Kurzsichtiger ja gewohnt. Ohne die
Sehhilfe wäre ich absolut hilflos. Ich brauch sie, um etwas
deutlich und scharf zu erkennen.
Durchblick zu haben, das ist wichtig, Aber dazu reicht mein normales Sehvermögen – selbst mit Gleitsichtbrille, die inzwischen mein Gesicht schmückt – nicht aus. Es ist eben nicht nur das real und wirksam, was ich mit meinen normalen Augen sehen kann. Es gibt Wirklichkeiten, die unseren Augen verborgen sind.
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Die Hoffnung, die Gott
seinen Menschen bereitet, ist nicht so einfach wahrzunehmen. Gott
muss uns dazu die „Herzensaugen“ öffnen. Es sind Augen, in denen sich der Glanz des Himmels spiegelt. Geöffnete Augen, die hinter die Dinge sehen. Augen, die trösten und ermutigen. Augen, in denen auch Platz ist für Tränen. Augen, die Licht im Dunkeln sehen. Augen, die Hoffnung erkennen. Erleuchtete Augen – von der großen Auferstehungshoffnung.Augen, die wissen: DU bist da. DU führst alles Herrlich hinaus. |
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Open the eyes of my heart, Lord, To see You high and lifted up, |
Herr, öffne du mir die Augen, Ich will dich sehn in deiner Pracht, |
Ulrich Mildenberger, CVJM Aalen
Gott spricht: ich schenke ihnen ein anderes Herz und schenke ihnen einen neuen Geist. Ich nehme das Herz von Stein aus ihrer Brust und gebe ihnen ein Herz von Fleisch. Hesekiel 11,19
Eine Andacht von Reinhold Krebs, Jugendrefenet im Evangelischen Jugendwerk in Württemberg
Beschenkt zu werden ist toll. Meistens.
Denn glänzende Augen bekommen wir kaum bei Pflicht- oder
Standardgeschenken. Für manch sind das Socken oder Weinflaschen,
für andere Pralinenschachteln oder der Standard-Blumenstrauß.
Solche Geschenke sind nett, aber nicht gerade unser
Herzenswunsch.
Auch Schenken kann toll sein.
Wenn wir das richtige Geschenk erwischen, den tiefsten Wunsch
erspüren.
Manchmal gelingt's.
Wenn die Augen groß werden und die Beschenkten murmeln
"Wahnsinn!"
Dann hat unser Geschenk den Herzenswunsch getroffen.
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Aber es geht nicht um Herzenswünsche, sondern
ums Wunschherz. Um Erneuerung von innen heraus. Um
ein großes, weites, liebendes lebendiges Herz. Sehnen wir uns
danach? Ist dieses Wunschherz unser Herzenswunsch? Oder haben wir uns eingerichtet mitten unter den Herzen aus Stein? Erschrecken wir noch, wie herzlos wir sein können, wie gleichgültig? Kein Mitleid, kein Mitgefühl, nurm it uns selber beschäftigt? Innerlich abgestorben? Kalt gegenüber Gott und den Menschen? |
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Dagegen steht das warm schlagende Wunschherz
Gottes. Warum sollte dieses nicht unser heißester Herzenswunsch
sein? Schluss mit den frommen Aufforderungen und inneren Appellen.
Lebendig werden von innen heraus. Angerührt sein im Tiefsten,
berührt sein vom Gotterbarmen, angesteckt von seiner wilden und
ungezähmten Liebe. |
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Quelle: Geht nicht gibt's nicht - Andachten 2009. Hrsg. Evangelisches Jugendwerk in Württemberg
Gott hat den
Schuldschein, der gegen uns sprach,
durchgestrichen und seine Forderungen,
die uns anklagten, aufgehoben.
Kolosser 2, 14
| Eigentlich widerstrebt es einer
schwäbischen Seele, Anschaffungen oder Einkäufe „auf Pump“ zu
erledigen. „Zahlt isch zahlt!“ denkt da ein waschechter Schwabe,
und: „Blooß koim nix schuldig bleiba.“ Doch größere Investitionen wie ein Auto-, Haus- oder Wohnungskauf lassen sich bei aller Sparsamkeit von Normalbürgern heutzutage nicht mehr finanzieren, ohne Schulden aufzunehmen. In anderen Regionen der Welt ist der Umgang mit geliehenem Geld viel selbstverständlicher – und unter anderem eine Ursache für die gegenwärtige weltweite Finanzkrise. Schulden können nicht mehr zurückbezahlt werden, Hauseigentümer stehen vor der Zwangsversteigerung, weil die Hypothekenzinsen nicht zurückgezahlt werden können, und vor der Obdachlosigkeit. |
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Warum redet die Bibel von „Schulden“, hier von
„Schuldschein“? |
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Aber ich muss auch feststellen: Vieles, was ich in
meinem Leben Gott und meinen Mitmenschen schuldig blieb, ist nicht
wieder gut zu machen. Da kann ich nicht das Rad der Zeit
zurückdrehen, auch wenn ich es nur wollte. Ich kann mich nicht
selbst von meinem Versagen, von meinem Fehlverhalten, von meinen
Schulden befreien. Die Bibel nennt diesen Zustand übrigens auch
„Sünde“! |
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Ein befreiendes Gefühl. Ulrich Mildenberger |
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„Geht nicht“ – gibt’s nicht! Nichts ist unmöglich – Toyo… Wir kennen diese Werbesprüche. Sie klingen cool. Dinge, die nicht normal, nicht üblich sind, passieren in unserer Arbeit: |
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All das und noch mehr wird in unserer Arbeit möglich. Manches, was für andere „unmöglich“, „unvorstellbar“ ist, wird hier zumindest auf den Weg gebracht, in Ansätzen umgesetzt, initiiert, begleitet und zu Ende gebracht. Dabei weiß ich: Wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen unser „Mögliches“ zwar dazu bei, doch Frucht bringt die ganze Arbeit erst durch den, der Beständiges, Bleibendes wachsen lassen kann! Jesus sagt im Johannesevangelium: „Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ (Joh 15,5) Wir können die Jahreslosung „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich“ nicht so ohne weiteres auf jede beliebige Situation übertragen. Jesus sagte diesen Satz über den jungen Mann, der am ewigen Leben teilhaben wollte, gewissenhaft alle Gebote hielt und daran scheiterte, als Jesus ihm sagte: Verkauf alles was du hast, gib’s den Armen und folge mir nach! |
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Die Jünger waren entsetzt über diese Radikalität: Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher ins Reich Gottes. Und in diesem Zusammenhang sagte Jesus: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich“. Diese Zusage gilt,
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… dann setzt Gott alle Hebel in Bewegung, um mich und uns auf den richtigen Weg zu bringen und zu halten, dann wirkt seine große Kraft und nicht mein kleines Mütchen. Und er ist der Grund, wenn es in unserer CVJM-Arbeit mal wieder „unmöglich“ zugeht.
Ein gesegnetes, „unmögliches“ Jahr 2009
Uli Mildenberger
Bereitet dem Herrn den Weg; denn siehe, der Herr kommt
gewaltig
Jesaja 40,3
Weihnachtszeit ist Vorbereitungszeit. Geschenke müssen besorgt
werden, das Weihnachtsessen will geplant sein. Am Arbeitsplatz
stehen Vorarbeiten an, damit ich mir zwischen den Jahren ein paar
freie Tage leisten kann. Und in dem ganzen Trubel ist plötzlich
Heiligabend da. Trotz sorgfältiger Planung steht das Fest meistens
ganz unerwartet vor der Tür und ich denke mir: Was, jetzt schon? So
geht es mir jedes Jahr.
Dieser Überraschungseffekt lässt sich vermeiden. Denn genauso, wie
wir das Fest an sich vorbereiten, ist es sinnvoll, wenn wir uns
schon im Voraus auf die Weihnachtsbotschaft konzentrieren.
Vorbereitung auf Weihnachten heißt nicht nur, das Fest mit dem
Essen, den Geschenken und dem Unterhaltungsprogramm zu
planen.
Die Vorweihnachtszeit möchte uns dabei helfen, uns wieder neu auf
Gott zu konzentrieren. Uns selbst und die Menschen um uns herum auf
das Kommen von Jesus vorzubereiten. Die gute Nachricht
weiterzusagen und zu erzählen, dass es an Weihnachten nicht nur um
Geschenke geht. Sondern um Gott, der seinen Sohn in die Welt
gesandt hat, um uns den Weg zu ihm freizumachen.
Deshalb will ich dieses Jahr in den Tagen vor Weihnachten zur Ruhe
kommen und mich wieder neu auf die Weihnachtsbotschaft besinnen. Im
Lobpreis, beim Beten und Bibel lesen. Ich möchte sie begeistert
weitererzählen und auf Jesu Kommen vorbereitet sein. Damit ich
nicht zwischen Weihnachtsgans und Geschenkpapier von ihm überrascht
werde.
Swanhild Zacharias
Swanhild Zacharias kommt aus dem Raum Hannover und ist seit
November 2008 Praktikantin bei ERF-Online. Für nikodemus.net
schreibt sie hin und wieder Andachten.
Quelle: http://www.nikodemus.net/
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Eigentlich ist dieses Psalmwort eine Zumutung für uns Deutsche, wo wir doch im Pessimismus inzwischen so etwas wie der Weltmeister sind. Wir jammern zwar auf hohem Niveau, und so richtig fröhlich, unbeschwert zu sein, scheint nicht in die landesweite Stimmung zu passen. Ein Haar in der Suppe lässt sich immer finden. Ist dann David, dem dieser Psalm 65 zugeschrieben wird,
ein hoffnungsloser Optimist, ein Schönredner? Wohl eher
nicht. „Alle Menschen kommen zu dir unter der Last ihrer Sünden“
heißt es wenige Zeilen davor. Sehr realistisch sieht er sich und
die Menschen um ihn. |
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Und er spricht aus Erfahrung, aus
seiner Gotteserfahrung. Und die lässt David den Blick
wenden. Wer Vergebung seiner Schuld erfährt und erfahren hat, dem
sind seine Beziehungen zu Gott und zu den Mitmenschen wieder
hergestellt. Kann aufatmen, eben fröhlich und dankbar sein. Davon ist dieser Psalm geprägt: „Gott, man lobt dich“, „du setzt die Berge fest in deiner Macht“ und „du bewässerst das Land und machst es sehr reich“. Gottes Spuren werden in der Schöpfung wahrgenommen. Die Menschen werden rundum satt, durch starke Gottesdienste, durch Gottes Gegenwart. |
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Am 3. Oktober feiern Christen aus verschiedensten Kirchen, Gemeinden und Gruppen in Aalen ein „Fest der Einheit“. Gerade weil wir Deutschen so viel Grund zur Dankbarkeit haben. Für die wieder gewonnene politische Einheit, und dafür, dass Gottes Geist Christen verschiedenster Prägung in Aalen und im ganzen Land zusammengeführt hat. Herzliche Einladung dazu am 3. Oktober ab 19 Uhr in das HfA-Forum im Kinopark. |
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Ebenso hoffen und glauben wir, dass diese überschäumende Freude, die Gott für uns gemacht hat, durch unsere Arbeit im CVJM zum Ausdruck kommt und auf die Kinder, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren überspringt, die wir mit unserer Arbeit erreichen. Unterstützt uns Mitarbeiter und Leiter bitte dabei mit eurem Gebet.
Ulrich Mildenberger
Ein langer Arbeitstag geht zu Ende.
Nachdenklich und auch müde fahre ich nach Hause. Nicht alles ist
fertig geworden. Der Text fürs Andachtsbüchle muss noch geschrieben
werden, morgen ist Abgabetermin.
Ein Psalmvers: "Deine Hand hält mich!" Das wäre schön, jetzt diese
Hand des schöpferischen Gottes zu spüren. So ganz nah, stärkend,
ermutigend, zärtlich.
Ich drücke meine Schultern gegen die Rücklehne und stelle mir vor:
Da ist die Hand meines himmlischen Vaters.
Irgendwie macht mich das ruhig, erfrischt, lässt wirklich Nähe
Gottes spüren. Ja, es stimmt: "Von allen Seiten umgibst du mich und
hältst deine Hand über mir."
Wie gut, dass wir solche Lebensworte haben. Erfüllt mit
lebensbringender Kraft.
Worte, die unsere Gedanken inspirieren und unser Herz
beleben.
Bibelworte, die in Beziehung bringen zum Schöpfer des Lebens, zum
himmlischen Vater, zum erlösenden Heiland, zum inspirierenden
Heiligen Geist.
Erinnerungen tauchen auf. Damals, als unsere Kinder noch klein
waren, haben wir oft schützend die Hände über sie gehalten. Wir
Eltern standen hinter ihnen, wachten mit unseren Augen über sie und
hielten die Hände ausgebreitet. So konnten wir Gefahrenquellen wie
eine eckige Tischkante frühzeitig erkennen. Und wenn die Kinder
strauchelten und zu fallen drohten, hielten unsere Hände sie
fest.
Dieses Bild möchte ich mitnehmen und mit dem Psalmwort
verbinden.
Dedr lebendige Gott umgibt mich, hät seine Hände weit ausgebreitet.
Er überblickt auch die Gefahrenstellen meines Lebens. Er hält mich,
auch wenn ich strauchle oder zu stürzen drohe. Er ist da, auch in
den Tiefen des Lebens. Er hebt mich hoch, wenn ich gefallen bin.
Seine hand stütz, trägt, umarmt, streichelt, tröstet. Er ist da,
jeden Tag meines Lebens. Darin berge ich mich. Heute und morgen und
in alle Zukunft.
Mit diesem Psalmwort kann man auch Menschen segnen. So ist es mehr als nur ein innerer Trost. Es wird Lebensprogramm.
Vater, du umgibst sie mit deiner Nähe. Halte sie mit deiner starken han. Lass sie deine Gegenwart spüren. Heute besonders. Amen.
Rainer Rudolph
entnommen aus: "Ihr sollt leben" Andachten 2008, Hrsg.
Evangelisches Jugendwerk in Württemberg
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Bahnhof. Sonntagabend. Es geht wieder weg – zum Studium, zur
Arbeitsstelle. Eine letzte Umarmung, ein Abschiedskuss, ein Winken,
noch kurz neben dem anfahrenden Zug herlaufen – und dann nur noch
die roten Schusslichter sehen. |
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Es gibt auch andere Abschiede. Da hat eine(r) mit dem(der) anderen Schluss gemacht. Enttäuschte Liebe tut besonders weh. Tränen fließen. Vertrauen wurde zerschlagen. Abschied - ohne Hoffnung auf ein Wiedersehen, auf ein erneutes Zusammensein. Und noch ein Abschied: Der Tod eines lieben und bedeutsamen Menschen. Manchmal nach langer Leidenszeit, oft aber auch unerwartet und überraschend. Ohne Hoffnung auf ein Wiedersehen. Trauer, Schmerz bleiben zurück – und vielleicht ein paar Erinnerungen. |
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Noch war es für die Jünger Jesu nicht
so weit, als er diese Worte oben zu ihnen redete. Aber er sprach
schon von seinem Leiden und Sterben zu ihnen. Dieses Thema hatten
sie bisher erfolgreich verdrängt. Aber es war abzusehen: Die
Feindschaft gegen Jesus war mit den Händen zu greifen. Später, bei
der Gefangennahme, schien es keinen Ausweg mehr zu geben. Jesus redet die Trauer seiner engsten Vertrauten nicht gering. Traurigkeit und Kummer gehören zur Nachfolge. Ihr Leben wird sich verändern. Alle Sicherheiten werden ihnen genommen. Glaube und Vertrauen kommen an die äußerste Grenze. |
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“Aber ich will euch wieder sehen!“ Es gibt über die Erfahrung von Tod und Untergang hinaus die Aussicht auf das Neue, das Größere. Selbst der Tod wird über die Gemeinschaft, die Jesus mit seinen Leuten hat, keine Macht haben. Mitten in der Verzweiflung gibt es die Aussicht auf das, was kommen wird: „Ich will euch wiedersehen. Euer Herz soll sich freuen.“ Jesus gibt die Gewissheit: Die momentane Situation ist nicht das Letzte. Nach der dunklen Nacht bricht der helle Morgen an. |
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Das ist die berechtigte Hoffnung und Zuversicht der Menschen, die sich zu Jesus halten. Sein Auferstehen ist Wirklichkeit – und dem, der sich mit ihm einlässt, erfahrbar. Ostern: Jesus lebt. Eben nicht eine besonders schöne Erinnerung an ihn oder eine schöne religiöse Tradition. Jesus lebt, seine Nähe kann erfahren, sein persönlicher Zuspruch erlebt werden – von dem, der sich auf ihn einlässt. Herzliche Einladung dazu. |
Ist das das Leben?
Geboren werden,
wachsen, spielen, lernen,
reifen und – sich vom Elternhaus entfernen,
ins Leben stürmen und das Leben meistern,
sich freuen, resignieren und begeistern,
lieben und Treue üben, sich enthalten,
schaffen und ruhen und – wieder sich entfalten,
zerstören, bauen, jagen, rennen, hetzen,
und - mit 65 sich zur Ruhe setzen,
mit 80 sterben und – dann ist es aus!?
Jede und jeder kann bestimmen, wo er sein eigenes
Leben in dieser knappen Beschreibung eines Lebens einordnen kann.
(Bei mir selbst klingen da zurzeit die Worte „schaffen“, „hetzen“,
„resignieren“ aber auch „begeistern“ wieder.)
Aber gerade die aufzählende Form provoziert: War denn das schon
alles – das Leben?
Wir können und dürfen es nicht so einfach reduzieren. Da gibt es
Gefühle und Emotionen, Erkenntnisse und Erfahrungen, die wir nicht
missen möchten, schöne, spannende oder abenteuerliche Erlebnisse,
die im Gedächtnis haften bleiben. „Bewusstes Wahrnehmen“ macht
einen erheblichen Teil unserer Lebensqualität aus.
Lebensqualität – da muss ich auch Antworten oder Perspektiven
haben, die über den Tod hinausreichen, die mein Gewissen ernst
nehmen, die die Frage nach eigener Schuld und Wiedergutmachung
aufnehmen.
Ist das das Leben?
Nein! Ich will nach Haus:
will hin zu dem, der es uns gab und gibt.
Ich will das Leben, das mich losgeliebt
von Schuld und Tod, ich will die Zuversicht,
das Brot, den Weg, die Wahrheit und das Licht,
das Leben, das kein Leid, kein Kreuz, kein Grab mehr bricht:
Ich will nur ihn, nur ihn, nur ihn allein,
der Leben ist und war und noch wird sein,
wenn alles „Leben“ dieser Welt vergeht
und neues Leben aus dem Staub ersteht,
das ewig bleibt.
(M. Tempelmann – zitiert nach Axel
Kühner: Hoffen wir das Beste)
Das ist das Leben, von dem Jesus uns zuspricht,
dass wir es haben sollen:
IHR SOLLT LEBEN – oder nimm es persönlich: DU SOLLST LEBEN!
Es ist das Leben, das nichts auslässt, bei dem nichts wirklich
Wichtiges versäumt wird.
Es ist die Fülle des Lebens: VOLL DAS LEBEN.
So haben wir uns im Mitarbeiterkreis für unsere CVJM-Arbeit zum
ersten Mal ein Jahresmotto gegeben:
VOLL DAS LEBEN – das wir durch Jesus haben.
VOLL DAS LEBEN – das in unserer Arbeit Kreise
zieht.
VOLL DAS LEBEN – das in unseren Gruppen vor
Begeisterung sprüht.
VOLL DAS LEBEN – bei dem Geist, Leib und Seele
nicht zu kurz kommen.
Es liegt an uns, dieses Jahresmotto jetzt
auszugestalten. Aber wir wissen dabei: Kapriolen müssen wir dazu
keine schlagen, dieses VOLLE LEBEN ist uns zugesagt, ist uns
bereits geschenkt.
LEBEN WIR ES AUS.
Ulrich Mildenberger
Liebe Freunde,
»„Sorry“ seems to be the hardest word« -
„Entschuldigung“ ist wohl das schwierigste Wort der Welt - so
singt Elton John in einem bekannten Lied.
Aus eigener Erfahrung: „Tut mir wirklich leid, das war meine
Schuld“ zu sagen, kostet ungeheure Überwindung. Welche Blöße man
sich da gibt.
Da ist es viel, viel einfacher, die Fehler der anderen zu sehen.
Das hat ja Jesus selbst ganz deutlich ausgesprochen: Was siehst du
den Splitter im Auge deines Bruders, und du siehst nicht den Balken
in deinem eigenen Auge?
Ein bemerkenswertes psychologisches Phänomen ist es ja, dass uns
häufig genau das bei anderen stört, was im eigenen Leben selbst
schief liegt.
Es gibt die Schuld, die einem selbst bewusst ist. Offenkundige
Sünde, die ich an mir erkenne, an meinen Taten und Unterlassungen.
Gott hat dafür unser Gewissen geschärft, hat in der Bibel deutlich
gemacht, was für uns und unsere Mitmenschen gut, was schädlich
ist.
Und immer ist dieses Verhalten ein Ausdruck dessen, was das Wort
„Sünde“ letztlich meint, unserer Trennung von Gott selbst.
Bekannte, bewusste Schuld kann ich vor Gott bringen, vor ihm
aussprechen und bekennen.
Vergebung hat er uns zugesagt und durch das Sterben und
Auferstehen Jesu besiegelt.
Aber was ist mit Schuld, mit
Sünde, die mir nicht bewusst ist? Die Bitte um Erkenntnis der
eigenen, verborgenen Schuld ist ein Gebet, das Gott besonders
schnell erfüllt. Noch im Aussprechen „Herr, bitte zeig mir
Schuld, die ich so nicht erkannt habe“ kommen schon Taten und
Unterlassungen in den Sinn.
Jahreslosung 2007
Veränderungen sind für die einen eine große Herausforderung: Sich auf Neues einzulassen bedeutet immer auch, das Alte loszulassen, Gewohntes hinter sich zu lassen, Sicherheiten aufzugeben. Ich gehöre zu denen, die gern beim Alten bleiben.
Anderen können notwendige Veränderungen nicht schnell genug gehen. Neues muss her, eine Weiterentwicklung bringt neue Perspektiven, festgefahrene Strukturen bremsen.
2006 haben wir uns im CVJM Aalen immer wieder auf Neues
eingelassen: Eine fröhliche Beach-Party mit Strandbar am
Sandspielfeld und eine Mitarbeit bei KickOff anlässlich der
Fußball-WM. Und das „Neue“ hat viel Freude bereitet und Früchte
getragen. Neu war auch das begonnene Mitarbeiter-Trainingsprogramm
X-Seekers. Meines Wissens gab es so was in der Arbeit des CVJM
Aalen bisher noch nicht. So wie es die Jahreslosung sieht, können
wir all das Neue aus Gottes Hand nehmen. Er ist es, der das Neue
zum Durchbruch führt und es letztlich Früchte tragen lässt.
Lange Planungen sind für KickOff und für die „Seekers“
vorausgegangen, über ein Jahr wurde da überlegt, terminiert,
gebucht, angefragt usw. Mir ging das manchmal zu langsam, zu
zögerlich.

