CVJM Aalen
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© 2012 CVJM Aalen
 

 

 

 

 

Oktober 2011: Andacht zu 125 Jahre CVJM Aalen ECHT. LEBEN.

Der CVJM Aalen wird dieses Jahr 125 Jahre alt. Das feiern wir mit großer Dankbarkeit. Dankbar gegen über unserem guten Gott, …

  • für die Freiheit, in der wir christliche Jugendarbeit durchführen können,
  • für unser tolles CVJM-Heim „Gütle“ mit all seinen Möglichkeiten,
  • für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die in großer Beständigkeit und Verlässlichkeit Woche für Woche ihre Zeit und Kraft investieren,
  • für Menschen, die immer wieder Verantwortung übernommen haben,
  • für die Erfahrung, dass Jesus immer wieder neu Menschen, „Arbeiter“ sendet
  • für die große Gemeinschaft und den Zusammenhalt über Generationen hinweg.

Jesu Zusage haben wir erfahren und vertrauen im Glauben auch zukünftig darauf:
„Ich aber bin gekommen, um ihnen das Leben zu geben, Leben im Überfluss.“ (Johannes 10, 10)
Deshalb auch unser Motto für das Jubiläumsjahr:  ECHT. LEBEN.

Das Leben, das Jesus schenkt, ist …
Echt.  Beständig. Fest in Krisenzeiten.  Voller Qualität.  Handfest.     Original.    Erprobt.
Bewährt.    Über den Tod hinaus.     Einladend.    Unersetzlich.     Einzigartig.     Behütet.
Im Überfluss.    …

Wir wollen dieses Leben authentisch zeigen. Mit allen Höhen und Tiefen. Wir brauchen keine virtuelle Realität, keine Online Rollenspiele. Denn wir haben nur dieses eine Leben. Aber unser Leben ist Jesus selbst. Das will unser Jubiläumsmotto zeigen.
Ulrich Mildenberger



Monatsspruch April 2011: Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt! Matthäus 26, 41

Bilder: Heilig-Blut-Altar in St.Jakob in Rothenburg. Rechter Altarflügel: Jesus im Gebet am Ölberg
  • Schule. Bio-Unterricht. Die Entstehung des Lebens sei völlig ohne ein Wirken Gottes möglich, denkbar, nachbaubar. Du denkst darüber nach. Ja, ein Lebensmodell ohne Gott. Das hat was. Du müsstest nicht mehr dein Tun, Handeln und Lassen vor ihm rechtfertigen. Allein dir verantwortlich. Diese Gedanken verlocken.
    Angefochtener Glaube.
  • In der Stadt. Du stehst mit einem Flyer für JesusHouse auf der Straße. Neben dir ein Mitchrist aus einer anderen Gemeinde. Wie der offensiv auf die Leute zugeht. Fast schon peinlich. Du würdest am liebsten still und leise die Zettel den Leuten in die Hand drücken, den Blick auf den Boden gerichtet. Und jetzt kommen auch noch Freunde aus der Klasse. Zeit sich zu verdrücken.
    Angefochtener Glaube
    .
  • Die Freundschaft ist zerbrochen. Das gegenseitige Vertrauen enttäuscht. Und gerade dieser Partner wäre doch so ideal gewesen. Da hat so viel gepasst. Ein Geschenk Gottes. Von ihm zusammengeführt, glaubst du. Warum hat denn Gott nicht dafür gesorgt, dass wir zusammenbleiben können?
    Angefochtener Glaube
    .
  Der Tag war lang. Und der Abend in einer ganz besonderen, eigenartigen Stimmung: Traurigkeit, Angst, Abschied. Petrus, Johannes, Jakobus, die drei engsten Vertrauten Jesu, begleiten ihn weiter hinein in den Garten. Jesus zieht sich zurück zum Gebet. Von seiner tiefen Verzweiflung, von seiner Angst, von seinem Ringen mit Gott, seinem Vater, bekommen sie nichts mit. Sie sind eingeschlafen. Traurigkeit und Not haben sie müde gemacht. Der Schlaf hat sie übermannt.

Jetzt, da Jesus ihre Unterstützung nötig hätte, lassen sie ihn im Stich. Zweimal rüttelt Jesus sie wach: „Wachet und betet, dass ihr nicht in Anfechtung fallt!“ Beim dritten Mal heißt es: Er ließ sie!

Traurigkeit, Angst, Menschenfurcht, Zweifel können müde machen. Wir haben nicht die Kraft zum Durchhalten. Wir spüren: Ich bin auf Gottes Durchtragen angewiesen. Er hält meine Müdigkeit aus und hält mich. Wachen und beten, darauf kommt es an. Wie begrenzt unsere Kraft ist, zeigt diese Geschichte.

Jesus sagte früher an diesem Abend zu Petrus: „Ich habe für dich gebetet, dass dein Glaube nicht aufhöre.“ Diese Zusage darf ich auf mich beziehen. Ich bete darum, dass Jesus mich wach hält, mir den Blick schärft und mich bestärkt, an ihm dran zu bleiben.

Uli Mildenberger


Jahreslosung 2011: Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem. Röm 12, 21

Bild zur Jahreslosung 2011 von Dorothee Krämer, Esslingen; Quelle: www.ejwue.de

An den Wendepunkten gute Worte
In der Vorbereitung auf neue Lebensabschnitte und Lebenslagen geben wir einander oft gute Wünsche mit. Feiert jemand Geburtstag, wünschen wir dem Vielbeschäftigten etwas mehr Ruhe, Führerscheinneulingen sagen wir: „Fahr bitte vorsichtig“, bei Schulabschlussfeiern wählen wir kluge Worte und Wünsche für die Zukunft, zur Konfi rmation wünschen wir eine Beheimatung in der Jugendarbeit. Gute Worte für das Leben als Christinnen und Christen gibt uns Paulus. Er erinnert daran, dass wir auf sehr unterschiedliche Weise Gott begegnet sind. Diese Begegnung hat Konsequenzen. Wir können nicht christlich glauben, ohne christlich zu leben. Dass dies so ist, ist in Gott begründet, seine Liebe sucht uns, sein Wort berührt uns. Paulus nennt dies die Barmherzigkeit Gottes.

Glaube und Verhalten gehören zusammen
Wer Gottes Barmherzigkeit erfahren und angenommen hat, dessen Glaube wird sichtbar. Gelebter Glaube wird konkret. Paulus appelliert an Christinnen und Christen: „Die brüderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem andern mit Ehrerbietung zuvor.“ Als ob die Konkretisierung unseres Glaubens in der Nächstenliebe nicht schon eine große Aufgabe wäre, fordert Paulus noch dazu auf, die Feinde zu lieben. In der Feindesliebe liegt das Besondere im Leben Jesu. Er bittet für die, die ihn ans Kreuz schlagen. Jesus sagt in der Bergpredigt: „Liebet eure Feinde und bittet für die, die euch verfolgen.“ In der Feindesliebe stellt Jesus die Vergebung und Versöhnung in den Mittelpunkt. Das alte Denken – Wie du mir, so ich dir. Was bekomme ich dafür? Was bringt mir das? – wird von einem neuen Denken abgelöst. Paulus bittet eindringlich, Böses mit Gutem zu überwinden. ‚Böses‘ meint hier den Widerstand von Menschen, den Christen zu spüren bekommen, weil sie glauben. Menschen, die andere in ihrer Religiosität nicht stehen lassen, sondern sie fertig machen, ausgrenzen und ausschließen. Bis heute leiden Christen in vielen Teilen der Welt wegen ihres Glaubens.
Paulus weiß, wovon er redet, wurde er doch selbst vom Christenverfolger zum Christus-Nachfolger. Sein Wendepunkt: Der Christ Hananias spricht dem erblindeten Paulus die Vergebung und Liebe Gottes zu, ‚im Namen Jesu‘ bekommt er sein Augenlicht wieder geschenkt. Nun muss Paulus bezüglich seines Lebensentwurfes nicht mehr im Dunkeln tappen. Ihm fällt es wie Schuppen von den Augen – er wird Christ. Das Gute ist eben nicht die angemessene Vergeltung, sondern die Liebe. Nur so wird der Teufelskreis unterbrochen. Das ist nicht weltfremd und utopisch. Wir spüren nur zu gut in den aktuellen Krisen und Kriegsschauplätzen, dass es nicht wirklich einen anderen Weg gibt.

Gott hält unseren Glauben
Die Jahreslosung bietet Christen alternative Lebensmöglichkeiten. Christen leben gegen den Zeitgeist. Menschen zu lieben, die uns das Leben schwer machen, damit wird das Menschenunmögliche verlangt. Bei der Bitte des Paulus geht es nicht darum, jedem Konfl ikt aus dem Weg zu gehen – ‚überwinden‘, das bedeutet ausdauernde Auseinandersetzung. Einer muss anfangen mit diesem Lebensstil. Jesus hat damit angefangen, und wir sind seine Nachfolgerinnen und Nachfolger. Dabei darf nicht vergessen werden, dass wir durch Gottes Barmherzigkeit glauben. Unser gelebter Glauben wird allein von Gottes Barmherzigkeit gehalten. Wir sind von Gott beschenkt und deshalb bittet Christus: „Lebe, was dir möglich ist.“ Stellt euer ganzes Leben Gott zur Verfügung. Passt euch nicht den Maßstäben der Welt an. Lasst euch im Innersten von Gott umwandeln. Wir können damit anfangen, weil Gott eine neue Wirklichkeit geschaffen hat, weil wir mit ihm verbunden sind wie die Rebe mit dem Weinstock.

Gelebter Glaube
Die Aufforderung des Paulus könnte im Alltag sichtbar werden:

  • im Verzeihen bei persönlichen Verletzungen
  • an unserer Bereitschaft, zu eigenen erkannten Fehlern zu stehen und sich zu entschuldigen
  • im aktiven Einsatz gegen die Not in der Gemeinde und die Not in der Welt

In Situationen, wo verbal über andere hergefallen wird, braucht es Menschen mit klarem Standpunkt und guten Worten.

Jürgen Kehrberger, Fachlicher Leiter des ejw

 


Monatsspruch Juni 2010:

Gott spricht: Suchet mich, So werdet ihr leben.
Amos 5, 4

Quelle: CVJM Informationen 2/2010

Monatsspruch April 2010: Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid. Epheser 1,18

Gott gebe euch erleuchtete Augen des Herzens,  damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid.

Und …? Probleme beim Lesen? Das kenne ich seit ein paar Monaten nur zu gut. Tief gebeugt über den Schreibtisch, um die klitzekleinen Bezeichnungen der Wanderkarte entziffern zu können – Manu dachte schon, ich sei am Schreibtisch zusammengebrochen. Dabei ist es nur die im Alter abnehmende Flexibilität der Augen, die sich nicht mehr so einfach auf den Nahbereich einstellen können.
Brille bin ich als extrem Kurzsichtiger ja gewohnt. Ohne die Sehhilfe wäre ich absolut hilflos. Ich brauch sie, um etwas deutlich und scharf zu erkennen.

Durchblick zu haben, das ist wichtig, Aber dazu reicht mein normales Sehvermögen – selbst mit Gleitsichtbrille, die inzwischen mein Gesicht schmückt – nicht aus. Es ist eben nicht nur das real und wirksam, was ich mit meinen normalen Augen sehen kann. Es gibt Wirklichkeiten, die unseren Augen verborgen sind.


 
Die Hoffnung, die Gott seinen Menschen bereitet, ist nicht so einfach wahrzunehmen. Gott muss uns dazu die „Herzensaugen“ öffnen.
Es sind Augen, in denen sich der Glanz des Himmels spiegelt.
Geöffnete Augen, die hinter die Dinge sehen.
Augen, die trösten und ermutigen.
Augen, in denen auch Platz ist für Tränen.
Augen, die Licht im Dunkeln sehen.
Augen, die Hoffnung erkennen.
Erleuchtete Augen – von der großen Auferstehungshoffnung.Augen, die wissen: DU bist da. DU führst alles Herrlich hinaus.
Erleuchtetet Augen erkennen jetzt schon Gottes Spuren – in dieser Welt, in diesem Zeitgeschehen. Erleuchtete Augen sind neugierig und erwartungsvoll, wie Gott sich heute, jetzt und hier zu erkennen gibt.

Open the eyes of my heart, Lord,
open the eyes of may heart.
I want to see You. I want to see You.

To see You high and lifted up,
Shining in zhe light of Your glory.
Pour out Your power and love.
As we sing holy, holy, holy.
I want to see You. 

Herr, öffne du mir die Augen,
Herr, öffne du mir das Herz.
Ich will dich sehen. Ich will dich sehen.

Ich will dich sehn in deiner Pracht,
leuchtend, erhoben und herrlich.
gieß aus deine Liebe und Macht.
Wir singen heilig, heilig, heilig.
Ich will dich sehen. 

(aus: Feiert Jesus 2)

Ulrich Mildenberger, CVJM Aalen

 

Monatsspruch Oktober 2009

Gott spricht: ich schenke ihnen ein anderes Herz und schenke ihnen einen neuen Geist. Ich nehme das Herz von Stein aus ihrer Brust und gebe ihnen ein Herz von Fleisch. Hesekiel 11,19

Eine Andacht von Reinhold Krebs, Jugendrefenet im Evangelischen Jugendwerk in Württemberg

Beschenkt zu werden ist toll. Meistens.
Denn glänzende Augen bekommen wir kaum bei Pflicht- oder Standardgeschenken. Für manch sind das Socken oder Weinflaschen, für andere Pralinenschachteln oder der Standard-Blumenstrauß. Solche Geschenke sind nett, aber nicht gerade unser Herzenswunsch.

Auch Schenken kann toll sein.
Wenn wir das richtige Geschenk erwischen, den tiefsten Wunsch erspüren.
Manchmal gelingt's.
Wenn die Augen groß werden und die Beschenkten murmeln "Wahnsinn!"
Dann hat unser Geschenk den Herzenswunsch getroffen.

  Aber es geht nicht um Herzenswünsche, sondern ums Wunschherz. Um Erneuerung von innen heraus. Um ein großes, weites, liebendes lebendiges Herz. Sehnen wir uns danach?
Ist dieses Wunschherz unser Herzenswunsch? Oder haben wir uns eingerichtet mitten unter den Herzen aus Stein? Erschrecken wir noch, wie herzlos wir sein können, wie gleichgültig? Kein Mitleid, kein Mitgefühl, nurm it uns selber beschäftigt? Innerlich abgestorben? Kalt gegenüber Gott und den Menschen?
  

Dagegen steht das warm schlagende Wunschherz Gottes. Warum sollte dieses nicht unser heißester Herzenswunsch sein? Schluss mit den frommen Aufforderungen und inneren Appellen. Lebendig werden von innen heraus. Angerührt sein im Tiefsten, berührt sein vom Gotterbarmen, angesteckt von seiner wilden und ungezähmten Liebe.
So wie Jesus. Da wurde Gottes Wunschherz sichtbar. In der Begenung mit Jesus schenkt Gott das Wunschherz, Erneuerung von innen heraus durch seinen Geist.
Paulus schreibt: "Jetzt schon haben wir eine Anzahlung des Geistes bekommen. Deshalb: Lasst euch vom Geist Gottes leiten, gebt ihm Raum. Denn das Geschenk aller Geschenke ist dieses: Gott selber in uns durch seinen Geist."

 

Quelle: Geht nicht gibt's nicht - Andachten 2009. Hrsg. Evangelisches Jugendwerk in Württemberg


Monatsspruch April 2009:

Gott hat den Schuldschein, der gegen uns sprach,
durchgestrichen und seine Forderungen,
die uns anklagten, aufgehoben.

Kolosser 2, 14

Eigentlich widerstrebt es einer schwäbischen Seele, Anschaffungen oder Einkäufe „auf Pump“ zu erledigen. „Zahlt isch zahlt!“ denkt da ein waschechter Schwabe, und: „Blooß koim nix schuldig bleiba.“
Doch größere Investitionen wie ein Auto-, Haus- oder Wohnungskauf lassen sich bei aller Sparsamkeit von Normalbürgern heutzutage nicht mehr finanzieren, ohne Schulden aufzunehmen.
In anderen Regionen der Welt ist der Umgang mit geliehenem Geld viel selbstverständlicher – und unter anderem eine Ursache für die gegenwärtige weltweite Finanzkrise. Schulden können nicht mehr zurückbezahlt werden, Hauseigentümer stehen vor der Zwangsversteigerung, weil die Hypothekenzinsen nicht zurückgezahlt werden können, und vor der Obdachlosigkeit. 
 
 

Warum redet die Bibel von „Schulden“, hier von „Schuldschein“?
Der Vergleich mit dem Schuldschein beschreibt das Verhältnis zwischen Mensch und Gott. Mit unserem Leben sind wir ihm, der uns geschaffen hat, verantwortlich. Und wer sein Leben auch nur ein klein wenig realistisch und ehrlich betrachtet (egal, ob Christ oder nicht), erkennt die Mängel, das Versagen, die Ungenügsamkeit. Die Bibel drückt das so aus: „Du bist schuldig geworden vor Gott und hast die Herrlichkeit verloren, in der Gott die ursprünglich geschaffen hatte.“ (Römer 3, 23)
In diesem Sinne ist der Schuldschein das Dokument, auf dem alles, was wir Gott schuldig geblieben sind, verzeichnet ist. Ein Dokument, das uns zur Begleichung der Schuld verpflichtet.

Aber ich muss auch feststellen: Vieles, was ich in meinem Leben Gott und meinen Mitmenschen schuldig blieb, ist nicht wieder gut zu machen. Da kann ich nicht das Rad der Zeit zurückdrehen, auch wenn ich es nur wollte. Ich kann mich nicht selbst von meinem Versagen, von meinem Fehlverhalten, von meinen Schulden befreien. Die Bibel nennt diesen Zustand übrigens auch „Sünde“!
Paulus schreibt nun im Kolosserbrief: „Gott hat den Schuldschein, der gegen uns sprach, durchgestrichen und seine Forderungen, die uns anklagten, aufgehoben.“ Gott als Eigentümer des Schuldscheins und unser „Gläubiger“ hat alle Punkte für erledigt erklärt. Er fordert sie nicht mehr ein. Es werden keine Mahnungen, keine Zwangsversteigerungen kommen. Die Forderungen sind beglichen. 

 

Ein befreiendes Gefühl.
Ich bin frei.
Frei, weil Jesus am Kreuz gestorben ist.
Er hat mit seinem Leben bezahlt.
Für mich.
Egal wie hoch der Schuldschein war.
ER hat bezahlt.

Ulrich Mildenberger 

 

Jahreslosung 2009: Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich. Lukas 18, 27

 

„Geht nicht“ – gibt’s nicht!

Nichts ist unmöglich – Toyo…

Wir kennen diese Werbesprüche. Sie klingen cool.
Und nur zu gern würde ich sie mir für unsere Arbeit im CVJM wünschen.

Dinge, die nicht normal, nicht üblich sind, passieren in unserer Arbeit:

  • Kinder kommen bei Geländespielen an ihre Grenzen. Sie erkennen: Um Ziele zu erreichen, ist Teamarbeit unerlässlich.
  • Jugendliche nehmen Herausforderungen an, lassen sich auf ein Trainingsprogramm für Jugendmitarbeiter ein, verpflichten sich zur verbindlichen Teilnahme und zeigen Beständigkeit.
  • Jugendliche gewinnen Perspektiven für ihre Berufswahl, machen Erfahrungen in sozialen Tätigkeiten, lernen immer mehr an Verantwortung zu übernehmen, auch für die ihnen anvertrauten Kinder.
  • Junge Menschen entdecken: Gott kommt mir in Jesus nahe. Ihm will ich nachfolgen. Lebenssinn wird gefunden und umgesetzt.
  • Junge Erwachsene gewinnen Perspektiven für ihre Lebensgestaltung: So kann Christ Sein im Alltag gelingen.
  • Erwachsene und Ältere geben sich einander Trost, praktischen Hilfe, stiften Gemeinschaft, zeigen: Du bist nicht allein gelassen. Wir tragen dich.

All das und noch mehr wird in unserer Arbeit möglich. Manches, was für andere „unmöglich“, „unvorstellbar“ ist, wird hier zumindest auf den Weg gebracht, in Ansätzen umgesetzt, initiiert, begleitet und zu Ende gebracht.

Dabei weiß ich: Wir Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tragen unser „Mögliches“ zwar dazu bei, doch Frucht bringt die ganze Arbeit erst durch den, der Beständiges, Bleibendes wachsen lassen kann! Jesus sagt im Johannesevangelium: „Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht. Denn ohne mich könnt ihr nichts tun.“ (Joh 15,5) 

Wir können die Jahreslosung „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich“ nicht so ohne weiteres auf jede beliebige Situation übertragen. Jesus sagte diesen Satz über den jungen Mann, der am ewigen Leben teilhaben wollte,  gewissenhaft alle Gebote hielt und daran scheiterte, als Jesus ihm sagte: Verkauf alles was du hast, gib’s den Armen und folge mir nach!

Die Jünger waren entsetzt über diese Radikalität: Eher kommt ein Kamel durch ein Nadelöhr, als ein Reicher ins Reich Gottes. Und in diesem Zusammenhang sagte Jesus: „Was bei den Menschen unmöglich ist, das ist bei Gott möglich“.

Diese Zusage gilt,

  • wenn es um die Nachfolge Jesu geht,
  • wenn es in meinem Leben darum geht, seinen Willen zu tun,
  • wenn es in unserer Arbeit darum geht, Jesus groß zu machen, und nicht unseren Verein,
  • wenn in unseren Gruppen und Kreisen sein Reich gebaut wird, und nicht Gemeinschaft als Selbstzweck dient,
  • wenn Teilen und Loslassen eingeübt werden,
  • wenn ich an mir selbst verzweifle, weil ich meine, konsequente Nachfolge nicht zu schaffen,
  • wenn Schuld und Versagen Macht gewinnen und
  • ...

… dann setzt Gott alle Hebel in Bewegung, um mich und uns auf den richtigen Weg zu bringen und zu halten, dann wirkt seine große Kraft und nicht mein kleines Mütchen. Und er ist der Grund, wenn es in unserer CVJM-Arbeit mal wieder „unmöglich“ zugeht.

Ein gesegnetes, „unmögliches“ Jahr 2009
Uli Mildenberger

Von Gott ertappt

Bereitet dem Herrn den Weg; denn siehe, der Herr kommt gewaltig
Jesaja 40,3

Weihnachtszeit ist Vorbereitungszeit. Geschenke müssen besorgt werden, das Weihnachtsessen will geplant sein. Am Arbeitsplatz stehen Vorarbeiten an, damit ich mir zwischen den Jahren ein paar freie Tage leisten kann. Und in dem ganzen Trubel ist plötzlich Heiligabend da. Trotz sorgfältiger Planung steht das Fest meistens ganz unerwartet vor der Tür und ich denke mir: Was, jetzt schon? So geht es mir jedes Jahr.

Dieser Überraschungseffekt lässt sich vermeiden. Denn genauso, wie wir das Fest an sich vorbereiten, ist es sinnvoll, wenn wir uns schon im Voraus auf die Weihnachtsbotschaft konzentrieren. Vorbereitung auf Weihnachten heißt nicht nur, das Fest mit dem Essen, den Geschenken und dem Unterhaltungsprogramm zu planen.

Die Vorweihnachtszeit möchte uns dabei helfen, uns wieder neu auf Gott zu konzentrieren. Uns selbst und die Menschen um uns herum auf das Kommen von Jesus vorzubereiten. Die gute Nachricht weiterzusagen und zu erzählen, dass es an Weihnachten nicht nur um Geschenke geht. Sondern um Gott, der seinen Sohn in die Welt gesandt hat, um uns den Weg zu ihm freizumachen.

Deshalb will ich dieses Jahr in den Tagen vor Weihnachten zur Ruhe kommen und mich wieder neu auf die Weihnachtsbotschaft besinnen. Im Lobpreis, beim Beten und Bibel lesen. Ich möchte sie begeistert weitererzählen und auf Jesu Kommen vorbereitet sein. Damit ich nicht zwischen Weihnachtsgans und Geschenkpapier von ihm überrascht werde.
Swanhild Zacharias

Swanhild Zacharias kommt aus dem Raum Hannover und ist seit November 2008 Praktikantin bei ERF-Online. Für nikodemus.net schreibt sie hin und wieder Andachten.
Quelle: http://www.nikodemus.net/

Monatsspruch Oktober 2008: Du machst fröhlich, was da lebet im Osten wie im Westen. Psalm 65,9

Eigentlich ist dieses Psalmwort eine Zumutung für uns Deutsche, wo wir doch im Pessimismus inzwischen so etwas wie der Weltmeister sind. Wir jammern zwar auf hohem Niveau, und so richtig fröhlich, unbeschwert zu sein, scheint nicht in die landesweite Stimmung zu passen. Ein Haar in der Suppe lässt sich immer finden. 

Ist dann David, dem dieser Psalm 65 zugeschrieben wird,  ein hoffnungsloser Optimist, ein Schönredner? Wohl eher nicht. „Alle Menschen kommen zu dir unter der Last ihrer Sünden“ heißt es wenige Zeilen davor. Sehr realistisch sieht er sich und die Menschen um ihn.

 
  Und er spricht aus Erfahrung, aus seiner Gotteserfahrung. Und die lässt David den Blick wenden. Wer Vergebung seiner Schuld erfährt und erfahren hat, dem sind seine Beziehungen zu Gott und zu den Mitmenschen wieder hergestellt. Kann aufatmen, eben fröhlich und dankbar sein.
 

Davon ist dieser Psalm geprägt: „Gott, man lobt dich“, „du setzt die Berge fest in deiner Macht“ und „du bewässerst das Land und machst es sehr reich“. Gottes Spuren werden in der Schöpfung wahrgenommen. Die Menschen werden rundum satt, durch starke Gottesdienste, durch Gottes Gegenwart.

Am 3. Oktober feiern Christen aus verschiedensten Kirchen, Gemeinden und Gruppen in Aalen ein „Fest der Einheit“. Gerade weil wir Deutschen so viel Grund zur Dankbarkeit haben. Für die wieder gewonnene politische Einheit, und dafür, dass Gottes Geist Christen verschiedenster Prägung in Aalen und im ganzen Land zusammengeführt hat. Herzliche Einladung dazu am 3. Oktober ab 19 Uhr in das HfA-Forum im Kinopark.

 

Ebenso hoffen und glauben wir, dass diese überschäumende Freude, die Gott für uns gemacht hat, durch unsere Arbeit im CVJM zum Ausdruck kommt und auf die Kinder, Jugendlichen, Erwachsenen und Senioren überspringt, die wir mit unserer Arbeit erreichen. Unterstützt uns Mitarbeiter und Leiter bitte dabei mit eurem Gebet.

Ulrich Mildenberger

 

Monatsspruch Juli 2008: Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir. Psalm 139,5

Ein langer Arbeitstag geht zu Ende.
Nachdenklich und auch müde fahre ich nach Hause. Nicht alles ist fertig geworden. Der Text fürs Andachtsbüchle muss noch geschrieben werden, morgen ist Abgabetermin.
Ein Psalmvers: "Deine Hand hält mich!" Das wäre schön, jetzt diese Hand des schöpferischen Gottes zu spüren. So ganz nah, stärkend, ermutigend, zärtlich.
Ich drücke meine Schultern gegen die Rücklehne und stelle mir vor: Da ist die Hand meines himmlischen Vaters.
Irgendwie macht mich das ruhig, erfrischt, lässt wirklich Nähe Gottes spüren. Ja, es stimmt: "Von allen Seiten umgibst du mich und hältst deine Hand über mir."
Wie gut, dass wir solche Lebensworte haben. Erfüllt mit lebensbringender Kraft.
Worte, die unsere Gedanken inspirieren und unser Herz beleben.
Bibelworte, die in Beziehung bringen zum Schöpfer des Lebens, zum himmlischen Vater, zum erlösenden Heiland, zum inspirierenden Heiligen Geist.

Erinnerungen tauchen auf. Damals, als unsere Kinder noch klein waren, haben wir oft schützend die Hände über sie gehalten. Wir Eltern standen hinter ihnen, wachten mit unseren Augen über sie und hielten die Hände ausgebreitet. So konnten wir Gefahrenquellen wie eine eckige Tischkante frühzeitig erkennen. Und wenn die Kinder strauchelten und zu fallen drohten, hielten unsere Hände sie fest.
Dieses Bild möchte ich mitnehmen und mit dem Psalmwort verbinden.
Dedr lebendige Gott umgibt mich, hät seine Hände weit ausgebreitet. Er überblickt auch die Gefahrenstellen meines Lebens. Er hält mich, auch wenn ich strauchle oder zu stürzen drohe. Er ist da, auch in den Tiefen des Lebens. Er hebt mich hoch, wenn ich gefallen bin. Seine hand stütz, trägt, umarmt, streichelt, tröstet. Er ist da, jeden Tag meines Lebens. Darin berge ich mich. Heute und morgen und in alle Zukunft.

Mit diesem Psalmwort kann man auch Menschen segnen. So ist es mehr als nur ein innerer Trost. Es wird Lebensprogramm.

Vater, du umgibst sie mit deiner Nähe. Halte sie mit deiner starken han. Lass sie deine Gegenwart spüren. Heute besonders. Amen.

Rainer Rudolph
entnommen aus: "Ihr sollt leben" Andachten 2008, Hrsg. Evangelisches Jugendwerk in Württemberg


Monatsspruch März 2008: Jesus Christus spricht: Ihr habt nun Traurigkeit; aber ich will euch wiedersehen, und euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen. Johannes 16, 22

Bahnhof. Sonntagabend. Es geht wieder weg – zum Studium, zur Arbeitsstelle. Eine letzte Umarmung, ein Abschiedskuss, ein Winken, noch kurz neben dem anfahrenden Zug herlaufen – und dann nur noch die roten Schusslichter sehen.
Abschiedsschmerz tut weh. Besonders der Abschied von einem, der lieb geworden ist. Aber es bleibt ja die Hoffnung auf ein Wiedersehen. Bis zum Freitag, ja, dann …

Es gibt auch andere Abschiede. Da hat eine(r) mit dem(der) anderen Schluss gemacht. Enttäuschte Liebe tut besonders weh. Tränen fließen. Vertrauen wurde zerschlagen. Abschied - ohne Hoffnung auf ein Wiedersehen, auf ein erneutes Zusammensein.

Und noch ein Abschied: Der Tod eines lieben und bedeutsamen Menschen. Manchmal nach langer Leidenszeit, oft aber auch unerwartet und überraschend. Ohne Hoffnung auf ein Wiedersehen. Trauer, Schmerz bleiben zurück – und vielleicht ein paar Erinnerungen.

 
Noch war es für die Jünger Jesu nicht so weit, als er diese Worte oben zu ihnen redete. Aber er sprach schon von seinem Leiden und Sterben zu ihnen. Dieses Thema hatten sie bisher erfolgreich verdrängt. Aber es war abzusehen: Die Feindschaft gegen Jesus war mit den Händen zu greifen. Später, bei der Gefangennahme, schien es keinen Ausweg mehr zu geben.

Jesus redet die Trauer seiner engsten Vertrauten nicht gering. Traurigkeit und Kummer gehören zur Nachfolge. Ihr Leben wird sich verändern. Alle Sicherheiten werden ihnen genommen. Glaube und Vertrauen kommen an die äußerste Grenze.

“Aber ich will euch wieder sehen!“ Es gibt über die Erfahrung von Tod und Untergang hinaus die Aussicht auf das Neue, das Größere. Selbst der Tod wird über die Gemeinschaft, die Jesus mit seinen Leuten hat, keine Macht haben. Mitten in der Verzweiflung gibt es die Aussicht auf das, was kommen wird: „Ich will euch wiedersehen. Euer Herz soll sich freuen.“

Jesus gibt die Gewissheit: Die momentane Situation ist nicht das Letzte. Nach der dunklen Nacht bricht der helle Morgen an.

 
 

Das ist die berechtigte Hoffnung und Zuversicht der Menschen, die sich zu Jesus halten. Sein Auferstehen ist Wirklichkeit – und dem, der sich mit ihm einlässt, erfahrbar. Ostern: Jesus lebt. Eben nicht eine besonders schöne Erinnerung an ihn oder eine schöne religiöse Tradition. Jesus lebt, seine Nähe kann erfahren, sein persönlicher Zuspruch erlebt werden – von dem, der sich auf ihn einlässt.

Herzliche Einladung dazu.
Uli Mildenberger

Jahreslosung 2008: Jesus Christus spricht: Ich lebe und ihr sollt auch leben!

Ist das das Leben?
Geboren werden, wachsen, spielen, lernen,
reifen und – sich vom Elternhaus entfernen,
ins Leben stürmen und das Leben meistern,
sich freuen, resignieren und begeistern,
lieben und Treue üben, sich enthalten,
schaffen und ruhen und – wieder sich entfalten,
zerstören, bauen, jagen, rennen, hetzen,
und - mit 65 sich zur Ruhe setzen,
mit 80 sterben und – dann ist es aus!?

Jede und jeder kann bestimmen, wo er sein eigenes Leben in dieser knappen Beschreibung eines Lebens einordnen kann. (Bei mir selbst klingen da zurzeit die Worte „schaffen“, „hetzen“, „resignieren“ aber auch „begeistern“ wieder.)
Aber gerade die aufzählende Form provoziert: War denn das schon alles – das Leben?
Wir können und dürfen es nicht so einfach reduzieren. Da gibt es Gefühle und Emotionen, Erkenntnisse und Erfahrungen, die wir nicht missen möchten, schöne, spannende oder abenteuerliche Erlebnisse, die im Gedächtnis haften bleiben. „Bewusstes Wahrnehmen“ macht einen erheblichen Teil unserer Lebensqualität aus.
Lebensqualität – da muss ich auch Antworten oder Perspektiven haben, die über den Tod hinausreichen, die mein Gewissen ernst nehmen, die die Frage nach eigener Schuld und Wiedergutmachung aufnehmen.

Ist das das Leben?
Nein! Ich will nach Haus:
will hin zu dem, der es uns gab und gibt.
Ich will das Leben, das mich losgeliebt
von Schuld und Tod, ich will die Zuversicht,
das Brot, den Weg, die Wahrheit und das Licht,
das Leben, das kein Leid, kein Kreuz, kein Grab mehr bricht:
Ich will nur ihn, nur ihn, nur ihn allein,
der Leben ist und war und noch wird sein,
wenn alles „Leben“ dieser Welt vergeht
und neues Leben aus dem Staub ersteht,
das ewig bleibt.
(M. Tempelmann – zitiert nach Axel Kühner: Hoffen wir das Beste)

Das ist das Leben, von dem Jesus uns zuspricht, dass wir es haben sollen:
IHR SOLLT LEBEN – oder nimm es persönlich: DU SOLLST LEBEN!
Es ist das Leben, das nichts auslässt, bei dem nichts wirklich Wichtiges versäumt wird.
Es ist die Fülle des Lebens: VOLL DAS LEBEN.
So haben wir uns im Mitarbeiterkreis für unsere CVJM-Arbeit zum ersten Mal ein Jahresmotto gegeben:
VOLL DAS LEBEN – das wir durch Jesus haben.
VOLL DAS LEBEN – das in unserer Arbeit Kreise zieht.
VOLL DAS LEBEN – das in unseren Gruppen vor Begeisterung sprüht.
VOLL DAS LEBEN – bei dem Geist, Leib und Seele nicht zu kurz kommen.

Es liegt an uns, dieses Jahresmotto jetzt auszugestalten. Aber wir wissen dabei: Kapriolen müssen wir dazu keine schlagen, dieses VOLLE LEBEN ist uns zugesagt, ist uns bereits geschenkt.
LEBEN WIR ES AUS.
Ulrich Mildenberger


Monatsspruch Oktober 2007: „Wer bemerkt seine eigenen Fehler? Sprich mich frei von Schuld, die mir nicht bewusst ist!“ Psalm 19, 13

Liebe Freunde,

»„Sorry“ seems to be the hardest word« - „Entschuldigung“ ist wohl das schwierigste Wort der Welt  - so singt Elton John in einem bekannten Lied.
Aus eigener Erfahrung: „Tut mir wirklich leid, das war meine Schuld“ zu sagen, kostet ungeheure Überwindung. Welche Blöße man sich da gibt.
Da ist es viel, viel einfacher, die Fehler der anderen zu sehen. Das hat ja Jesus selbst ganz deutlich ausgesprochen: Was siehst du den Splitter im Auge deines Bruders, und du siehst nicht den Balken in deinem eigenen Auge?
Ein bemerkenswertes psychologisches Phänomen ist es ja, dass uns häufig genau das bei anderen stört, was im eigenen Leben selbst schief liegt.
Es gibt die Schuld, die einem selbst bewusst ist. Offenkundige Sünde, die ich an mir erkenne, an meinen Taten und Unterlassungen. Gott hat dafür unser Gewissen geschärft, hat in der Bibel deutlich gemacht, was für uns und unsere Mitmenschen gut, was schädlich ist.
Und immer ist dieses Verhalten ein Ausdruck dessen, was das Wort „Sünde“ letztlich meint, unserer Trennung von Gott selbst.
Bekannte, bewusste Schuld kann ich vor Gott bringen, vor ihm aussprechen und bekennen.
Vergebung hat er uns zugesagt und durch das Sterben und Auferstehen Jesu besiegelt.
Aber was ist mit Schuld, mit Sünde, die mir nicht bewusst ist? Die Bitte um Erkenntnis der eigenen, verborgenen Schuld ist ein Gebet, das Gott besonders schnell erfüllt. Noch im Aussprechen „Herr, bitte zeig mir Schuld, die ich so nicht erkannt habe“ kommen schon Taten und Unterlassungen in den Sinn.


Gott spricht: Siehe, ich will ein Neues schaffen, jetzt wächst es auf, erkennt ihr es denn nicht? Jesaja 43, 19a

Jahreslosung 2007

Veränderungen sind für die einen eine große Herausforderung: Sich auf Neues einzulassen bedeutet immer auch, das Alte loszulassen, Gewohntes hinter sich zu lassen, Sicherheiten aufzugeben. Ich gehöre zu denen, die gern beim Alten bleiben.

Anderen können notwendige Veränderungen nicht schnell genug gehen. Neues muss her, eine Weiterentwicklung bringt neue Perspektiven, festgefahrene Strukturen bremsen.

2006 haben wir uns im CVJM Aalen immer wieder auf Neues eingelassen: Eine fröhliche Beach-Party mit Strandbar am Sandspielfeld und eine Mitarbeit bei KickOff anlässlich der Fußball-WM. Und das „Neue“ hat viel Freude bereitet und Früchte getragen. Neu war auch das begonnene Mitarbeiter-Trainingsprogramm X-Seekers. Meines Wissens gab es so was in der Arbeit des CVJM Aalen bisher noch nicht. So wie es die Jahreslosung sieht, können wir all das Neue aus Gottes Hand nehmen. Er ist es, der das Neue zum Durchbruch führt und es letztlich Früchte tragen lässt.
Lange Planungen sind für KickOff und für die „Seekers“ vorausgegangen, über ein Jahr wurde da überlegt, terminiert, gebucht, angefragt usw. Mir ging das manchmal zu langsam, zu zögerlich.